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Berufsbild

 
Voraussetzungen
Das Berufsbild verlangt von den Strassenhelfer/-innen soziale, medizinische und technische Kompetenzen sowie die Fähigkeit, die Sicherheit auf der Strasse für alle Beteiligten und in allen Situationen sicher zu stellen. Die Strassenhelfer/-innen erledigen die anfallenden administrativen Arbeiten fachgerecht und zuverlässig.
 
Die Strassenhelfer/-innen erbringen Dienstleistungen in den Bereichen Transport, Fahrzeug-Assistance und Verkehr. Ihre Kundinnen und Kunden sind Fahrzeughalter und/oder Fahrzeugführer, deren Fahrzeug teilweise oder auch komplett funktionsuntüchtig ist.

Die Strassenhelfer/-innen sind in der Lage,
  • am jeweiligen Ereignisort die Situation in Bezug auf Gefahren und mögliche weitere Schäden, insbesondere auf die Sicherheit der anwesenden Personen und Güter, sowie die Gefährdung der Umwelt richtig einzuschätzen und die daraus abgeleiteten notwendigen Massnahmen einzuleiten,
  • in Absprache mit ihren Kundinnen und Kunden, den Versicherungen und dem jeweiligen Auftraggeber das Vorgehen festzulegen,
  • ihre Kundinnen und Kunden in allen Fragen, die mit der Panne oder dem Unfall zu tun haben, zu beraten und sie bei ihrem Weiterkommen zu unterstützen.
Mit der Vertiefungsrichtung «Pannenhilfe» sind sie zudem fähig,
  • Störungen am Fahrzeug zu diagnostizieren und Fahrzeuge zu entpannen – sei dies durch eine Notreparatur oder eine andere Massnahme –, danach die Fahrtüchtigkeit der Fahrzeuge korrekt einzuschätzen und nach Möglichkeit wieder herzustellen.
Mit der Vertiefungsrichtung «Unfallhilfe» sind sie in der Lage,
  • Fahrzeuge zu sichern, zu bergen, abzutransportieren, fachgerecht einzulagern bzw. deren Entsorgung zu organisieren,
  • Bagatellunfälle im Bezug auf die Weiterfahrt zu beurteilen.
Mit der Vertiefungsrichtung «Pannen- und Unfallhilfe» sind sie als Generalistinnen und Generalisten in der Lage,
  • sowohl Störungen am Fahrzeug zu diagnostizieren und Fahrzeuge zu entpannen; als auch,
  • Fahrzeuge zu sichern, zu bergen, abzutransportieren, fachgerecht einzulagern bzw. deren Entsorgung zu organisieren.

Berufsausübung
Die Strassenhelfer/-innen arbeiten in dieser Funktion entweder vollzeitlich oder üben die Funktion nach Bedarf aus, neben der regulären Tätigkeit im Gewerbe. Sie begeben sich an den Ereignis- oder Schadensort und erbringen dort Leistungen. Bei Pannen arbeiten sie überwiegend alleine. Bei Unfällen kommen sie meistens nicht als Erste an den Unfallort, sondern erst nach den Blaulichtorganisationen, die sie bei der Bewältigung des Unfalls unterstützen. Die Strassenhelfer/-innen arbeiten in der Regel am Ereignis- oder Schadensort, oft in verkehrsreichen Situationen (Beispiel: Autobahn). Sowohl in dieser Situation, als auch auf Unfallplätzen, müssen sie unter erschwerten Bedingungen (Stress, Gefahren) arbeiten können. Einen Teil ihrer Arbeit verrichten sie zudem auf einem Werkplatz oder im Büro. Ihre Kernleistungen erbringen sie rund um die Uhr, insbesondere im Einsatz bei allen Witterungsverhältnissen im Freien.

Sie verfügen über technisches Geschick sowie praktische, schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeiten, die es ihnen erlauben, sich mit allen involvierten Personen optimal zu verständigen. Sozialkompetenz ist ein unverzichtbares Element zur Ausübung ihrer vielseitigen Tätigkeit. Die Strassenhelfer/-innen arbeiten direkt mit den Blaulichtorganisationen zusammen. In ihren Tätigkeiten sind sie in ein komplexes Netzwerk von verschiedenen Akteuren eingebunden: Pannen- und Unfallbeteiligte, Unfallgeschädigte, Auftraggeber, Polizei, Feuerwehr, Sanität, Versicherungen, Behörden, usw. Sie kennen deren Interessen und können deren Anliegen bei der Ausübung ihrer Arbeit nach Massgabe der jeweiligen Umständen berücksichtigen.


Beitrag des Berufs an Gesellschaft, Wirtschaft, Natur und Kultur
Die Strassenhelfer/-innen setzen ihre Fahrzeuge professionell ein, d.h. sie fahren bewusst ökonomisch, beherrschen ihre Arbeitsgeräte und kennen ihre Ausrüstung. Sie beachten die aktuellen gesetzlichen Vorschriften und Sicherheitsregeln. Besonderes Augenmerk legen sie bei ihren Arbeiten am Schadensort auf den Schutz der Umwelt und Natur.

Aus ihrer Arbeit entsteht ein Nutzen für die Verkehrsteilnehmer durch die erhöhte Sicherheit, für Unfallopfer durch die medizinische Erstversorgung, für die Blaulichtorganisationen durch die optimierte Zusammenarbeit, für die Umwelt durch Vermeidung von Umwelt-Folgeschäden, für die Versicherungen durch weniger Folgeschäden beim Entpannen, Bergen und Transportieren. Die Strassenhelfer/-innen verfügen über Grundkenntnisse im Versicherungsrecht und vertiefte Kenntnisse im Strassenverkehrsrecht. Sie bilden sich kontinuierlich weiter, sowohl im Bereich der Fahrzeugtechnik, als auch in den Bereichen Sicherheit, Kommunikation, Verkehr, Strasse und Erste Hilfe.

Einen Überblick finden Sie auch auf folgendem Flyer:
Flyer Berufsbild

Die Printausgabe kann im  Sekretariat RoadRanger office@roadranger.ch bestellt werden.
 
 
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